Vom Fischmarkt bis zum Alten Schweden

… gelangt man zu Fuß über viel Kopfsteinpflaster immer der Nase nach in Richtung Nordsee. Die Elbe verliert man dabei linkerhand fast nie aus dem Blick, die andere Seite wird nach einer Reihe von Hafenkneipen wie dem Schellfischposten

Vor der lässt Popeye nach Spinatgenuss vor Olive mal wieder die Muskeln spielen, drinnen wartet man auf Inas Nacht. Das kann noch ein Weilchen dauern.

Im Vorfeld der sattsam bekannten Gesangsdarbietungen nebst Ina Müllers dramatisch untermalter Beinakrobatik lässt Popeye nach Spinatgenuss schon mal die Muskeln spielen. Arme Olive!

und Geschäftshäusern zusehends grüner. Dörflich mutet der Elbwanderweg dann vom idyllischen Abschnitt von Övelgönne an. Vier parallele Streifen ziehen sich ab Neumühlen bis fast zum ältesten Einwohner Hamburgs hin, dem Findling Alter Schwede: Ganz unten das Wasser der Elbe, gleich davor der Sandstrand, etwas überhöht die kleinen Gärtchen der schmucken alten Lotsenhäuschen. Zwischen Gärten und Häusern verläuft die Gasse, die den Fußgängern vorbehalten ist. Nette Radfahrer steigen nämlich ab, die weniger netten sollen ihrem Beispiel folgen. Hinter der Häuserzeile erhebt sich ein begrünter Steilhang bis zur Elbchaussee. Ideal für einen gemütlichen Spaziergang, wenn man keine Zeit oder Lust auf eine ausgedehnte, viele Kilometer lange Wanderung bis nach Blankenese oder noch weiter hat. Von Natur aus kein Pottkieker, kümmere ich mich zwar nicht darum, was meine Mitmenschen in den eigenen vier Wänden so treiben, aber hier ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich neugierige Blicke in die Wohnzimmerfenster werfe. Schon deshalb möchte ich hier nicht wohnen, trotz der wunderschönen Aussicht auf den Fluss.

Auf manchen Balkonen hängen auch Rettungsringe, Erinnerung an die große Flut von 1962, aber vielleicht auch Vorsichtsmaßnahme. Man weiß ja nie …

Was es sonst noch zu erwähnen gibt, ist unter den Fotos zu lesen. Kommentare erwünscht! Danke.

Please feel free to ask for a translation of a short passage or an item. It would be too time-consuming for me to render the whole blog in two languages, because as a human translator I never resort to machine translations. :-)

Timeo Danaos Das langmähnige hölzerne Ross gehört selbstverständlich auch in diese Reihe. Aber das habt Ihr ja schon kennengelernt.

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Danke

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Herbstbunt

Der reinen Wolken unverhofftes Blau
Erhellt die Weiher und die bunten Pfade.
Stefan George
 
Herbstbunt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Red-White Revisited – Plymouth

In Hamburg sehen viele (lies: Autofahrer) zur Zeit nur noch rot, wenn die rot-weißen Absperrungen der Baustellen überall im Stadtgebiet wie Fliegenpilze aus dem Boden schießen. Man kann sich auch gar nicht an sie gewöhnen, denn sie spielen über Nacht Bäumchen wechsel dich oder vermehren sich auf wundersame Weise. Käme ein Engländer zum ersten Mal nach Hamburg, würde er sich vielleicht über die flächendeckende Versorgung der Einwohner mit Frisörläden wundern … Schließlich markieren die roten und weißen Streifen in England eine ganz andere Baustelle …

Warum das Frisörhandwerk in England so augenfällig für sich wirbt, während bei uns die Aushängeschilder für diese Zunft weitgehend verschwunden sind (Gegenbeispiel: die Brezel der Bäcker), konnte ich noch nicht eruieren.

Nun hat man in Plymouth, wo ich Rogers (ehemals Roger’s) Barber Shop ablichtete, auch andere Verwendungen für dieses aparte Streifendekor gefunden, wie die beiden letzten Fotos demonstrieren, der Leuchtturm Smeaton’s Tower auf der Plymouth Hoe und eine der fröhlichen Skulpturen aus dem städtischen Kunstprojekt Fish Art.

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Ach du Schreck …

Kiekeberg

Jetzt hab ich doch glatt meinen Text vergessen!

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Das Mysterium der Mistel

Beim Anblick dieser Bäume kamen mir Asterixgeschichten vom Druiden Miraculix und seiner goldenen Sichel in den Sinn.

Please click to enlarge.

Auf der Suche nach weiteren Bildern stieß ich auf dieses hübsche Mistelgedicht von Ingo Baumgartner (nomen est omen):

Die Stunde der Mistelbirken

Mistelbälle, die wie Vogelnester wirken,
hängen weithin sichtbar in Septemberbirken.
Blätter trägt der Boden mehr schon als der Baum,
Abendwolken tragen Gold im Strahlensaum.
Größer scheint das Feld zu sein in seiner Leere,
lange fort sind Halm und körnersatte Ähre.
Stille, wie der Herbst sie wohl besonders mag,
zieht ins Land, zu Ende geht ein schöner Tag.

© Ingo Baumgartner, 2014
Aus der Sammlung Pflanzen

Aus: Die Deutsche Gedichtebibliothek

Sollte es mir nicht gestattet sein, das Gedicht hier zu zitieren, bitte ich um Mitteilung. Ich lasse dann nur noch den Link hier stehen. Danke.

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Euphemismus?

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KMA

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Nag und Tacht

https://www.ndr.de/ndrkultur/programm/Am-309-ist-internationaler-Uebersetzertag,uebersetzungstag100.html

Singbar sollte es aber auch auf Deutsch sein.

Und aus Anlass des Hieronymus-Tags zwei Interviews mit Übersetzerinnen:

 

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