Monatsarchiv: November 2011

The Picture of Dorian Gray

by Oscar Wilde, a vimeo video by Tom Beg.

Den vollständigen Originaltext zum Nachlesen gibt es im englischen Project Gutenberg, die deutsche Fassung in der Übersetzung von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer im Projekt Gutenberg.

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Die Entstehung der englischen Sprache

oder

The History of English in 10 Minutes

(according to The Open University)
 

 

A woman is a sometime thing,

singt Gershwins Porgy. In diesem Schnellkurs der englischen Geschichte ist eine Frau neben einem Laib (Brot) oder einem Haus angeblich

a simple everyday thing.

Wie soll ich das denn finden? Porgy könnte ich diese chauvinistische Sprache aufgrund seines Umfelds ja noch durchgehen lassen, aber der Open University? Hm! ;-)

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Kürbiskernbrot aus dem Steirereck

anglogermantranslations:

Ich mag es gern al dente – sogar Suppen. Und für mich darf auch alles gern kkk sein – kernig, körnig, knusprig. Darum habe ich dieses Brot in abgewandelter Form flugs nachgebacken. Sesam hatte ich nicht da, Koriander auch gerade nicht, habe den Teig also anders gewürzt. Aber das Tüpfelchen, nein, die beiden Körnchen auf dem ö waren die ganzen Kürbiskerne statt der grob gehackten. Das Ergebnis erfreut Gaumen und Zähne – wunderbar al dente: kernig, körnig, knusprig.

Ursprünglich veröffentlicht auf lamiacucina:

Kürbiskernbrot 0_2011 11 07_0996

Oesterreichs guter Kern

Hat mir doch kürzlich eine stille Leserin aus Wien eine Dose eines prämierten Steirischen Premium Kürbiskernöls zugesandt. Einfach so. Mit einem langen, handgeschriebenen, liebevoll verfassten Brief. Keine Werbung, nur um das gleich klarzustellen. Ein richtiges Geschenk ! Der Brief wie das Kernöl. Gar nicht einfach, mir etwas zukommen zu lassen, da in meinem Impressum bewusst keine Adresse steht. Liebe Frau F., tausend Dank dafür !

In einem alten Gourmetheft aus dem Jahre 1989 fand ich ein Kürbiskernbrot aus dem Steirereck in Wien, also noch aus Zeiten, in denen Helmut Österreicher dort kochte. Das Brot eines Kochs, nicht eines Bäckers. Das wird gerührt, nicht geknetet. Das buk ich.

Zutaten
120 g Kürbiskerne
250 ml Wasser
15 g Frischhefe
220 g Weizenvollkornmehl (Ruchmehl)
2 Elf. Sesamkörner
5 g Salz, Pfeffer aus der Mühle
Koriander
3 Elf. Kürbiskernöl

Kürbiskernbrot 1_2011 11 07_0986

Ölzugabe, dunkelgrün

Zubereitung
(1) Die Kürbiskerne trocken rösten, dann kalt stellen und grob hacken. Die…

Original ansehen noch 103 Wörter

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Blogwichteln – was ist das nun wieder?

Blogwichteln

Bild: eugenefaust.twoday.net/stories/da-bin-ich-dabei/
 
Wie war in Köln es doch vordem
Mit Heinzelmännchen so bequem …
 
Wer Näheres wissen möchte, findet die nötigen Informationen zum Mitmachen hier.
 
Nachtrag vom 16. Dezember 2011:
Der anyonyme Blogwichtelbeitrag ist soeben unter dem von mir hinzugefügten Titel
 
A Horn, a Horn, a Kingdom for a Maple (Stick)!
 
erschienen.
Die ß-losen Spuren führen in die Schweiz – falls mich nicht alles täuscht?
 
 
***************
 
Obiges hat nun allerdings gar nichts mit der Blogwichtel-Gastartikel-Aktion
 

Gastartikel der Textinen

 
der Textinen vom Texttreff zu tun – die steht auf einem ganz anderen Blatt und wird zu gegebener Zeit noch erläutert.
 
Nachtrag am 17. Dezember 2011:
Die Zeit ist gekommen. Die gegebene. Birgit Schmidt-Hurtienne hat mir einen Gastartikel für die Blogwichtelaktion der Textinen (= Mitglieder des Texttreffs) geschrieben, den man hier nachlesen kann. Zu fast allem, was man schon immer über die englische Sprache vermutet haben mag, doch sich nie zu fragen traute … Die Auslassungszeichen sollen jetzt ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, denn so heißt auch Birgits Blog.  Herzlichen Dank, Birgit!
 
 
 

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Der Maronengraben

Ich weiß nicht genau, ob es ihn gibt, aber die Vermutung liegt nahe. Mit dem Weißwurstäquator und dem Röstigraben kann doch jeder auf Anhieb etwas verbinden. Manche meinen auch, an Ingwer müsse man von klein auf gewöhnt sein, um ihn ständig in der eigenen Küche zu verwenden – was stimmen könnte, denn ich verwende ihn selten, weil ich immer wieder vergesse, dass es ihn gibt.

Und jetzt stolpere ich über ein italienisches Maronenrezept, das ich für eine Kochkarte übersetzen soll. Mit Kastanien habe ich als Kind gern gebastelt oder Rehe im Wildpark gefüttert, mit Rosskastanien natürlich. Esskastanien habe ich nur ein einziges Mal probiert. Sie kamen aus dem Backofen von Freunden, und die Schalen waren aufgeplatzt. Da dieses einmalige Erlebnis kein heißes Verlangen in mir geweckt hat, kam ich nie auf die Idee, nach Maronen zu suchen, geschweige denn, sie kulinarisch aufzubereiten – weder in freier Wildbahn noch bei Tante Emma oder Onkel Mustafa. Auch heiße Maronen kenne ich nur aus südlichen Ländern. Vielleicht gibt es die auch in Deutschland – irgendwo, hier jedenfalls nicht. Hier schießen nur Glühweinstände wie Pilze aus dem Boden, sobald die Temperaturen ein winziges bisschen unter Null zu sinken drohen. Kastanien holt hier also keiner für mich aus dem Feuer. Na ja – ich will ja auch gar keine. Und wenn ich sie wollte, hätte ich Pech gehabt. Oder müsste in andere Gefilde. Noch so ein Kulturgraben, dessen Vorhandensein ich im Alltag gar nicht bemerke. Maronen fehlen mir in etwa so wie einem Bayern die Dörrpflaumen in der Aalsuppe, bzw. beides zusammen.

Aber jetzt steht also in diesem von mir zu übersetzenden Rezept:  Sbucciate le castagne, lessatele e… blablabla. Man soll sie also schälen und kochen. Wie das? Vielleicht mit einem Nussknacker? Die anderen Rezepte sind Schritt-für-Schritt-Anleitungen, also muss doch auch dieses idiotensicher formuliert sein – für Kastaniendummies wie mich? Wie bitte schält man die Dinger denn nun? Die sind doch viel zu hart? Dass man sie einritzt und in den Backofen legt, verstehe ich. Aber so steht’s hier nicht. Schälen soll man sie. Basta. Eine Umfrage im Bekanntenkreis ergibt: Man schneidet sie kreuzweise ein und legt sie in den Backofen. Davon steht hier aber nichts. Grübelgrübelgrübel. Ich kann mich ja bei allen Anleitungen bzw. Rezepten immer sehr gut in die Leser versetzen. Eine Anleitung muss nachvollziehbar sein, sonst reagiert man doch höchst unwirsch. Man kann die Socke nie fertig stricken, das Soufflé fällt zusammen usw. – und natürlich ist nie der Autor schuld, sondern der Übersetzer. Kennt man ja.

Eben war ich im Supermarkt. Auf einem Regal liegt alles für die Weihnachtsbäckerei bereit. Ganz oben auf dem Stapel: “Esskastanien, gekocht” (vakuumverpackt). Ich beäuge die Klarsichtpackung interessiert. Ja, die Schalen sind weg. Zwei Männer kommen näher und beginnen eine Fachsimpelei über ebendiese Maronen. Meine Chance! Ich frage sie, ob sie die des öfteren essen und falls ja, wie man die denn schält? Sie kennen nur die Backofenmethode. Mit vorherigem Einschneiden an der weicheren Unterseite. Aha! Mir dämmert’s!

Jenseits des Maronengrabens (und ich bin offenbar auf der falschen Seite) ist das Zubereiten von Kastanien offenbar eine solche Selbstverständlichkeit, dass man die Einschnitt-und-rein-in-den-Backofen-Phase getrost als bekannt voraussetzen kann. Sie ausdrücklich zu erwähnen, wäre so wie … hm … in einem Rezept zu schreiben, man solle die Kartoffeln schälen, und zwar mit einem Kartoffelschälmesser. Auf dass es der ungeübte Koch es nicht etwa mit Hammer und Sichel versucht? Oder mit einem Lichtschwert? Ich werde jetzt also die bereits geschälten Maronen kochen und zu Mus pürieren. Wenigstens auf dem Papier, nein, digital. Passt schon.

     

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Wanderer, kommst du aus Stra…

Oder: Eine Bahnfahrt, die ist lustig …

Eigentlich sollte es doch kein Problem sein. Man weiß, „das Gleis der Eisenbahn reicht noch nicht zu uns heran“ (was ich jetzt aus dem Schwalenberger Lied geklaut habe, aber es passt auch auf Straelen – das man anders ausspricht, als man meinen möchte -, nur dass es dorthin schon einmal reichte). Man fürchtet zu Recht, einen Arbeitstag durch die sechsstündige Reise zu verlieren, nimmt sich aber fest vor, in vollen Zügen zu arbeiten – trotz mehrmaliger Umsteigerei. Und dann das! Um halb sechs (17.30) das Kollegium verlassen, den Bus nach Geldern bestiegen, in Geldern den Zug nach Krefeld … Nach 2 Minuten ging gar nichts mehr. Im Haltepunkt Nieukerk (was man anders ausspricht, als man denken sollte) eine Durchsage des Lokführers: „Auf dem nächsten Bahnübergang parkt ein PKW auf den Schienen – niemand weiß wieso und warum. Und wir müssen warten, bis etwas geschieht.“ Nein, wie lustig! Gar nicht lustig fand es der Zugführer, als nach einer halben Stunde eine Dame an seine Tür klopfte und eine schriftliche Bestätigung für den Zwischenfall verlangte. Das habe die Hotline vom Service Point (oder so) ihr aufgetragen. Ob sie im Ernst erwarte, er werde jetzt allen Fahrgästen so einen Schrieb ausstellen, statt auf ein Signal weiterzufahren? Dann wurden wir alle rausgeschmissen, in die Kälte, in die Dunkelheit, auf den nicht vorhandenen Bahnhof*, ins Ungewisse … Der Zug fuhr ohne uns nach Kleve zurück. Und wir standen da, wie bestellt und nicht abgeholt. Nicht abgeholt wurde auch der nicht bestellte abgestellte PKW. Wir sahen ihn in der Ferne vor sich hin blinken. Laut Zugdurchsage sollten die Polizei und der Abschleppdienst längst dort sein. Nach knapp zwei Stunden erloschen die Lichter, und irgendwann kam auch wieder ein Zug – hurra! Aber zu früh gefreut. Mein ICE war längst über alle Berge, und so verfrachtete man mich in Duisburg kulanterweise in einen Nachtzug, der um 4 Uhr morgens im Hamburger HBF eintrudeln soll. Toll, dann schaffe ich mein Pensum für heute ja doch noch – die Batterie in meinem Netbook spielt bisher mit. (Nein, im Nachtzug gibt es keine Steckdosen).

Ach ja – um die Überschrift zu ergänzen:

Wánderer, kómmst du aus Stráelen,
Vergíss den Próviant nicht,
Noch das wä´rmende Wáms!

Hm, eigentlich passt von der Logik hier auch die Vergangenheit. Neuer Versuch?

Wánderer, kámst du aus Stráelen,
Hast uns dú dort stéhen geséhen,
Wíe es die Báhn uns befáhl.**

*     Nieukerk ist nur ein Haltepunkt (Abk.: Hp), wie ich soeben gelernt habe. Ein Bahnhof ist dagegen das, was man immer nur versteht.
**  Schíenenbus óbsequimúr.

Nachtrag: 12 Stunden hat die Fahrt gedauert. Mein absoluter Rekord für diese Strecke.

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