Archiv der Kategorie: Ditt un dat

Sagt mal, gehts noch?

Wieder einmal zu Besuch in dem malerischen Städtchen mit den vielen schönen Fachwerkhäusern. Als ich an der Kirche aus dem 13. Jahrhundert vorbeikomme, sehe ich, dass die Tür weit offen steht. Ich freue mich. Vielleicht entdecke ich ja ein Detail, das mir beim letzten Besuch entgangen ist? Neugierig trete ich also ein und erlebe noch den Schluss einer Trauungszeremonie mit. Schade, ich bin ein bisschen spät dran, so bekomme ich nicht mehr mit, ob auch hier das typische Hollywood-Drehbuch (“Ja, ich will!” Und “Sie dürfen die Braut jetzt küssen!”) den hierzulande üblichen Dialog zwischen Pastor und Brautpaar abgelöst hat. Ich frage mich ja oft, ob deutsche Drehbuchschreiber das so 1:1 aus amerikanischen Spielfilmen übernehmen, weil sie es nicht besser wissen (z. B. noch nie in eine deutsche Kirche von innen gesehen haben) oder weil sie glauben, das Publikum erwarte das so. Es ertönt eine Musik vom Band, ziemlich laut und ziemlich scheußlich. Wie Scherben, die man zusammenfegt. Kurz, schön feierlich. In welcher Sprache? Keine Ahnung. Nun drehen sich alle um, die Blumenkinder bewegen sich streuend in Richtung Seitenausgang, gefolgt vom traditionell gekleideten Brautpaar und den Hochzeitsgästen. Dann bin ich allein und kann in Ruhe die Kunstwerke bewundern. Aber was ist das denn? Auf der Rückseite der letzten Kirchenbank klebt ein quietschbuntes Poster von der Simpson Family. Alle sitzen da auf einer Bank, ganz rechts zwei neue Familienangehörige, Fabian und Steffi. Die jetzt gerade geheiratet haben, wie man erfährt. Also, ihr Lieben, Ihr habt Euch ja nicht viel Mühe gegeben. Play it again, Sam (oder Fabian)! Dann aber bitte gelb geschminkt und mit turmhoher blauer Perücke. Die Kostüme könnt Ihr dann für Halloween aufheben, dem deutschesten aller Feste. Man müsste die Amerikaner dazu bringen, das auch in ihrem Land einzuführen.

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Movers and Shakers

Was wäre der Mensch ohne seinen Erfindergeist?

Yet we are the movers and shakers
Of the world for ever, it seems.

Zitat aus “Ode” von Arthur O’Shaughnessy (1874)

Und wieder einmal wurde jahrtausendelanges Nachdenken über die Erleichterung körperlicher Schwerstarbeit im Haushalt von Erfolg gekrönt und bescherte uns diese geniale Lösung …

Rührei-Shaker

 

 

 

 

 

 

 Foto: (c) anglogermantranslations. Alle Rechte vorbehalten.

Bislang hielt ich den Bananen-Frischeständer für die genialste Erfindung des Jahrhunderts, aber diese Gerätschaft ist ungleich nützlicher. Take that, Gyro Gearloose (= Daniel Düsentrieb im Original)!

Nachtrag:

Shake it to the left/shake it to the right… as in

Eventuell erscheint an dieser Stelle in meinem nicht kommerziellen Blog WordPress-Werbung – darauf habe ich aber keinen Einfluss.

 

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A Horse for a Kingdom

I hereby declare you guard and horse. Horse, you may kick or bite the tourist now!
Thank you!
 
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Haltet den Dieb!

Was als obskures Objekt der Begierde zu betrachten ist, lässt sich länderübergreifend nicht verbindlich regeln. Würde man in einem deutschen Supermarkt ein paar läppische Weinflaschen so energisch vor Langfingern schützen? Lohnt sich der Aufwand? (Nein, es ist kein besonders edler Tropfen, er ist für unter GBP 5 zu haben.) Ich bin mal gespannt, ob dieses Flaschenverschlusspatent demnächst auch hierzulande zum Einsatz kommt.

Diebstahlsicherung Wein  Fotos: (c) anglogermantranslations

 

 

 

 

 

 

Gerade im Freien ist natürlich nichts vor begehrlichem Zugriff sicher. Was immer dieses entenähnliche Dingsbums sein mag, es handelt sich mit Sicherheit um eine Kostbarkeit, die man nicht nur hinter Schloss und Riegel, sondern auch noch angekettet verwahren muss. Eventuell könnte man noch einen Wachposten aufstellen? (Erübrigt sich vielleicht, falls auch hier eine der fast allgegenwärtigen Überwachungskameras installiert ist. )

Dingsbums

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How to be British

How to be British Foto: (c) anglogermantranslations

Sometimes, just sometimes, you can judge a book by its cover…

Ob George Mikes (“How to be an Alien”) wohl zustimmen würde?

Mehr zum Thema.

I hope this isn’t considered a copyright infringement. I took this snapshot when passing a shop window in London. Unfortunately I can’t find the author or illustrator now, let alone the publisher on the fly (which is really quite unusual, but I’m too busy right now to look for it.) There is a paperback with this title, but it looks different. Any help appreciated.

Nachtrag/P. S.

Da vilmeskörte mir dankenswerterweise den Link zum Verlag Lee Gone Publications geschickt hat, kann ich jetzt offiziell um Veröffentlichungsgenehmigung für dieses Foto bitten, auf die Gefahr hin, dass sie mir versagt bleibt und ich es deshalb schleunigst löschen muss.

I just contacted the publisher asking for permission to publish my photo. I still don’t know who wrote or illustrated this book. Or is it Paul Smith in both cases? Anyway, I’m sure you’ll enjoy the sample pages on the publisher’s website. :-)

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Riddle/Rätsel

Obwohl ich fast täglich hier vorbeikomme, habe ich die beiden Kästen bis jetzt gar nicht wahrgenommen. Jetzt weiß ich, dass sie wichtig sind. Warum?
Why are these two boxes so important? There might be more all over Hamburg and other big cities. I certainly hope so! But I never noticed them before.

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What is this? Was ist das? Rätsel Riddle Photo: (c) anglogermantranslations

What’s this? Was ist das?
Photo: (c) anglogermantranslations

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Futterneid

Und während die Grauhörnchen, die es im achtzehnten Jahrhundert hier noch nicht gab, (man vergleiche das Aushängeschild in der Fleet Street) …

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Goslings Bank

19 Fleet Street – Goslings Bank – City of London

 

 

 

 

 

 

 

 

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bevor sie ermattet abhängen, geht es am Serpentinenufer hoch her. Stare sollen scheue Vögel sein, aber das kann ich jetzt aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Geier würde als Name viel besser passen. Nachdem mich letztes Jahr in Wales eine dreiste Möwe im Sturzflug meines Mittagessens beraubte, bin ich vorsichtig geworden. Als das erste hübsche Vögelchen im glänzenden Federkleid auf der Stuhllehne mir gegenüber seinen Beobachtungsposten bezog, war das Alarmstufe I.  Es blieb auch nicht lang allein, getreu dem Motto “… und Star und die ganze Vogelschar”, schwirrten sie aus allen Richtungen auf meinen Tisch und kamen meinem Teller gefährlich nahe. Ich klatschte mir die Hände wund und schschschschte, um mein Menschenfutter zu verteidigen. Ich hatte schließlich Hunger, bei den gefiederten Feinden war es nur die pure Fresslust.

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Noch einige andere Vogelarten bevölkerten das Ufer, aber die Sperlinge waren ganz klar die Stars in der Manege. Und dachten nur an das Eine: Manger, manger!  Natürlich tellerfertig – prêt-à-manger.

Fotos: (c) anglogermantranslations

Und noch ein schräger Vogel als Zugabe

Sie wollte mich im Flug erwischen - und hatte den Finger nicht schnell genug am Abzug. Ätsch! Die Themse ist wie das Leben, ein langer, (nicht immer) ruhiger Fluss ~ ~ ~ ~ ~.

Sie wollte mich im Flug erwischen – und hatte den Finger nicht schnell genug am Abzug. Ätsch!
Die Themse ist wie das Leben, ein langer, (nicht immer) ruhiger Fluss ~ ~ ~ ~ ~.

 

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