Archiv der Kategorie: Ditt un dat

Erlauberitis

Dass unsere Daten im Internet missbraucht werden (können), dürfte niemanden mehr überraschen. Aber wenn ich mir ein Bild oder ein Filmchen näher ansehen will und deshalb aus freien Stücken auf vergrößern klicke, ist doch wohl klar, dass ich das auch wirklich will? Oder hält mir möglicherweise ein Bösewicht eine Pistole an den Kopf und zwingt mich, diese Option zu wählen? Halte ich ja für eher unwahrscheinlich. Abgesehen davon, dass ja auch die erteilte Erlaubnis nur unter Zwang erteilt worden sein könnte. Eine Schraube ohne Ende …

Es fing mit Facebook an. Mittlerweile funktioniert die gewünschte Vergrößerung aber allenthalben nur noch mit explizit erteilter Erlaubnis zur Vollbilddarstellung. Was bitte soll der Quatsch? Wünschenswert wäre eine ausdrückliche Bestätigung, dass man ein versehentlich abgeschlossenes Abo oder Online-Geschäft auch wirklich, tatsächlich und wahrhaftig getätigt hat und dafür zu zahlen bereit ist. (Gibt es vielleicht auch schon …) Doch in was für eine Falle tappt man möglicherweise durch einen nicht bestätigten Vollbilddarstellungswunsch?  Verstoße ich womöglich gegen irgendeinen Paragrafen, wenn ich der Vergrößerungsoption meiner Blogfotos keinen Erlaubnis-Button vorschalte?  Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie bitte Ihren Bildbearbeitungsprogrammhersteller.

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Is that a fish on your spear?

Genauer gesagt, muesste die Frage natuerlich “on your spire” lauten, aber dann assoziiert man sie nicht unbedingt mit Douglas Adams’ Babelfisch. Mag die senkrechte Stange der Wetterfahne als Speer herhalten. Mein Entschluss, von Dublin aus als naechste Station Cork anzusteuern, war ganz spontan. Ich wusste ueberhaupt nichts ueber die Stadt und wollte mich ueberraschen lassen.  Und so geschah es dann auch. Als ich aus dem kleinen Buttermuseum im Stadtteil Shandon trat, ragte direkt nebenan ein Kirchturm empor, auf dessen Spitze es guelden glitzerte. Cork Kirche Lachs Wetterfahne Erstaunt rieb ich mir die Augen. War das etwa ein Fisch? Auf einer Kirche? Nach dem christlichen ICHTHYS-Symbol sah der allerdings gar nicht aus, sondern eher wie ein Lachs. Was mochte das bedeuten? Etwa:

Wenn der Lachs kraeht auf dem Mist,
Dann aendert sich das Wetter
Oder bleibt wie es ist?
 
So weit ich das nach so kurzer Zeit beurteilen kann, ist das Wetter hier unveraendert veraenderlich, Sonne und Regen kommen sich staendig in die Quere und produzieren Regenboegen.
Eine zweisprachige Tafel vor der Kirche verraet keine Details, aber zumindest koennen wir hier mal unsere Irischkenntnisse ueberpruefen. (Ja, das soll ein Scherz sein, ich habe naemlich keine.)  
 golden salmon, gueldener Lachs goldie fish irisch
 
Nach mehreren vergeblichen Versuchen fand ich endlich einen Einheimischen, der Naeheres zu wissen schien. Er aber hub also an zu sprechen:
In the olden days the monks’ livelihood depended on the salmon. It points in the direction where the fish would be found. The church has yet another remarkable feature. It was built in two different colours, one side with white, the other with red stones. The poorer part of the town also had red houses, the richer people lived in white ones. So eventually red and white became the colours of the town.
Klingt doch ganz plausibel?
 
salmon St Anne Cork weather vane
 Fotos: anglogermantranslations

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Jede Frau hat eine Schürze …

… schwitterte Kurt.

So dadaistisch-absurd war das offensichtlich gar nicht, denn dieses Foto, das ich im Familiennachlass gefunden habe, scheint ihm beinahe recht zu geben. Ob sich dort auch meine Vorfahren tummeln? Gut möglich. Wer die Kreuz-Dame (oben, Mitte) war, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Unbeschürzte konnten doch zumindest “auch gut ein Matrosenkleidchen füllen”.  (Irgendwoher muss er ja seinen Namen bekommen haben, der Schürzenjäger.)

Tanz  mit mir,
Tanz mit mir,
Hab ‘ne weiße Schürze für!
Lass nicht ab,
Lass nicht ab,
Bis die Schürze Löcher hat!
Aus der Kaiserzeit Irgendwo im Ruhrgebiet

Aus der Kaiserzeit
Irgendwo im Ruhrgebiet

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Sauerei oder …

… a big leap forward for swinekind?

Osterschweine

Nesthocker oder Nestbeschmutzer?


Foto: anglogermantranslations

Auch wenn Saison- oder Leiharbeit in manchen Bereichen ein notwendiges Übel sein mag, das hier geht entschieden zu weit! Oder darf man das nicht so eng sehen? Ist es vielleicht nur ein Schritt weiter auf dem Weg zur begehrten Eier legenden Wollmilchsau?

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Ohne Titel

The winter isn’t any friend of mine. I can only take so much… :-(

Aber ich liebe den Sommer und die Sonne und die See …

Und weils so schön war, hier noch Charles Trenet als junger Hüpfer:

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Hau den Luja!

Na, wen haben wir denn da? Aloisius, hast Du Dich verflogen? Der Himmel über Hamburg hat zwar bayerische Tarnfarben angenommen, aber solltest Du nicht hoch über den Wolken schweben und frohlockend immer die gleiche Leier spielen? Und wieso erscheint Petri Heil(igenschein) als Brezel? Irgendwas stimmt da nicht. Übrigens könnte auch der Hamburger Senat ein paar göttliche Eingebungen gebrauchen, z. B. was nun aus der Elbphilharmonie werden soll?

SAM_0329

SAM_0331

SAM_0330

Fotos: anglogermantranslations

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Meine Frühstücksflocken

Fortsetzung zum winterlichen Thema von gestern. In der Wettervorhersage war die Rede von einer Luftmassengrenze, die den Norden und Süden Deutschlands teilt. Im Klartext heißt das, bei uns hier oben herrscht tiefster Winter, und jenseits dieses blöden Wetterwalls ist schon der Frühling eingezogen. Können wir nicht tauschen?

View from my kitchen window this morning:
Plenty of flakes for breakfast

Foto: anglogermantranslations

Gestern musste ich noch meinen Irrtum korrigieren. Ich hatte die Schneeflocken im Kästner-Film für übertrieben riesig gehalten. Im Nachhinein finde ich sie dort eher klein. Zeit für einen neuen SF-Film, “Die Invasion der Killer-Flocken”?

Noch viel dichter ist das Schneetreiben auf der anderen Seite des Hauses, aber so ein Foto wäre zu indiskret. Es würde zu tiefe Einblicke in die Privatangelegenheiten der Nachbarn gewähren.

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Vater Neptun und Frau Niobe …

… sind stets bei uns an Luv und Lee.

Vater Neptun Frau Niobe

Foto: anglogermantranslations

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American Gothic

Grant Wood:  “American Gothic”/”Amerikanische Gotik” (1930)

Quelle: Wikimedia Commons

Wer ist das? Etwa übellaunige Verwandte der immer gut aufgelegten (obwohl doch so armen) Waltons?

Immer wenn ich dieses Bild sehe, kann ich mich nur mühsam beherrschen. Es ist doch zum Schreien, eine Karikatur – oder etwa nicht? Offenbar kann man das auch anders sehen. Hält der gute Mann nun eine Mistforke in der Faust – weil doch in diesem Leben, diesem Jammertal, alles Mist ist? Oder ist es eine überdimensionale Stimm(ungs)gabel, die schlechte Laune vertreiben soll? Nützt ja doch nichts, denn:

Naturam expellas furca, tamen usque recurret.

Auf mich wirkt dieses Kunstwerk genauso wie weiland auf Gertrude Stein – als Satire auf das puritanische Amerika. Satirischer Realismus also? Aber wer weiß … Der Künstler wollte ja nicht recht mit der Sprache heraus.

P. S.: Das Kirchenfenster mit Spitzengardine ist das Tüpfelchen auf dem i. :-)

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Akkurat

Der Translateur hats schweur, ganz besonders in Unkenntnis der Materie.

Landen falsche Übersetzungen aber erst im weltweiten Netz und Terminologieglossaren, sind sie einfach nicht wieder totzukriegen. Aus wieder mal gegebenem Anlass fühlt sich ein Technikübersetzer (Richtung de -> en) zu folgender Klarstellung genötigt:

I’d like to point out to German-to-English translators the common mistake of translating “Akku” in a compound word as just “battery”.

“Akkugerät” — Does that mean a “battery device” or a “battery-powered device”? The distinction is important.

“Akkuschneidgeräte” — These are not “battery cutting devices” or “battery cutters”, because they are not for cutting batteries. They are BATTERY-POWERED cutting devices!

An “Akkuspreizgerät” is not for spreading batteries open, so it is not a “battery spreader”; it’s a “battery-powered spreader”.

An “Akku-Rettungsgerät” is not equipment for rescuing batteries, so it’s not “battery rescue equipment”, but “battery-powered rescue equipment”.

Please spread the word.

Quelle: Nennen wir sie J. K.

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