Archiv der Kategorie: Kurioses

Switzerland in a Nutshell 2

Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, bei der Alpenfauna in Gestalt des Murmeltiers, gepaart bzw. behaart mit ursprünglich exotischer Flora, sprich Kürbissen. Wenden wir uns nun dem Menschen alpiner Prägung und seinem (angeblich?) bevorzugten Instrument zu:

“Mit dem Munde geblasen”

Kürbis-Alphornbläser © anglogermantranslations

Bei Bedarf ließe sich diese magische superlange Querfeldeinflöte sicher auch zum Hockeyschläger umfunktionieren? (Ein Tipp an das schweizerische Finanzamt: Vorsorglich doppelte Mehrwertsteuer erheben!)

Und alles, was er blies, das war verlorn?
Nein, blas er nur, nichts geht verlorn!
Da drüben ist das Matterhorn -
 
mal von der Seite,          
Matterhorn, Seitenansicht

Kürbis-Matterhorn © anglogermantranslations

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 … mal von vorn. 
 
 
Ich lenke meine Schritte weiter
Zu einer Milchkuh (ohne Euter).        

Butternussrindvieh © anglogermantranslations

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Kuhhaut ist aus einem Guss
Vom Kürbis Sorte Butternuss.
Die Kuh erzeugt im Überfluss,
Was man erwarten kann und muss …
            
Wenn mich der Augenschein nicht trog,
Ist dieser Käse analog?

Alles Käse © anglogermantranslations

 -> Fortsetzung folgt.

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Switzerland in a Nutshell 1

or rather in a pumpkin shell

But let’s begin in the beginning. In the beginning there was the THE CALF of golden fame:

I wandered, only half awake
Und nichts zu suchen, ‘s war mein Sinn …
When all at once, beside the lake
Ich plötzlich dachte: Ach, ich spinn!
A host of golden thingummies…
(Not fluttering, for lack of breeze.)
 
Beim Näherkommen entpuppten sich die goldenen Apfelsinen auf dem Rindvieh als lauter kleine Kürbisse.
Peter, Peter, pumpkin eater – you’d have a field day here!
 
Das goldene Kalb vom Pfäffikersee

The Golden Pumpkin Calf @anglogermantranslations

Das Tor stand weit auf, und ein Wegweiser lud die arglose Wanderin ein:
 

@anglogermantranslations

Die ew’ge Neugier zog auch mich hinan

und immer schön den Hang hinauf …

schnauf!

Durch diese krumme Gasse musst ich kommen …

Kürbisallee @anglogermantranslations

… vorbeispazieren an Spalieren

(tausend Grüße an den Herrn von Ribbeck) …

bis zum Gipfel. Und schon war ich mittendrin, in der kuriosesten Kunstgalerie, in die ich je rein zufällig hineingestolpert bin: ein Freilichtkürbismuseum für Schweizer Heimatkunde. Als erstes präsentierte sich meinem staunenden Auge der Rütlischwur:

Uri, Schwyz und Unterwalden

"Wir wollen sein ein enig Volk von Brüdern ..." :-) @anglogermantranslations

   (Schiller würde sich sicher totlachen, wenn er es nicht schon wäre.)
Die Urkantone schwören dort, den Kürbis hinzuhalten – doch für einander nur, nicht für den Vogt.
 
Dann grüßte mich ein Murmeltier, gleich mehrfach, doch nicht immer wieder (wir sind nicht in den USA):

Nicht ewig grüßt das Murmeltier ... @anglogermantranslations

Es hat noch Besseres zu tun! @anglogermantranslations

Mir gehts jetzt wie dem Murmeltier. Ich hab zu tun, doch ich komm wieder.

-> Fortsetzung folgt.

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The Hidden Meaning

More here: http://twitpic.com/4xha23

                 via @jackschofield

                “Die Sprache ist dazu da, die Gedanken zu verbergen.”

                                 Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord

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Kitsch as Kitsch Can

© anglogermantranslations

“Willkommen im Königreich! Antiquitäten” steht an diesem Laden. Wäre ich ein Kind, würde ich mir stundenlang die Nase am Schaufenster platt drücken. Oder steht so was heute in jedem Kinderzimmer herum?

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Die gar schröckliche Ballade vom Austernhändler und seiner Angebeteten

nach Motiven von The Ballad of the Oysterman von Oliver Wendell Holmes d. Ä., der Ballade von den zwei Königskindern und dem wilden Wassermann und der schönen jungen Lilofee, wobei die vier Letztgenannten aber bei mir zu Randfiguren verkommen und ich den wilden Wassermann überhaupt nicht im Gedicht erwähne. Ich denke ihn mir einfach mal mit. Ferner lässt der Dachs Morgensterns ästhetisches Wiesel schön grüßen, möchte aber auf keinen Fall gestört werden.

Die Ballade vom Austernhändler

Am Ufer eines Flusses, der
Ein Stückchen weiter floss ins Meer,
Da lebte einst ein junger Mann
Und bot stets frische Austern an.
Am andern Ufer, welch ein Glück!
Wen, glaubt ihr wohl, streifte sein Blick?
Er streifte eines Fischers Tochter.
Hach!, die mocht’ er!

Dann, eines Nachts im Mondenschein,
Sah er des Fischers Töchterlein
Wie es ihm winkte mit ‘nem Tuch.
Der Angewinkte dachte huch!,
Wenn das kein Zaunpfahl ist, was dann?,
Sinnierte er, der Austernmann,
Und stürzt’ kopfüber in die Flut.
War’s Übermut? War’s Liebesglut?

Im Nu hat er den Fluss durchschwommen,
Das andere Ufer schon erklommen,
Er ward belohnt mit Kuss um Kuss
Und säuselte gar manchen Stuss -
Und schon war Schluss! Zwar fiel kein Schuss,
Doch droht’ Theater vom alten Fischer, ihrem Vater.
Der naht’ und rief: „Was ist denn das?“
Gluck! (Sprung zurück ins kühle Nass …)

„Das war doch nur ein Kieselstein!
Den warf ich in den Fluss hinein!“
„Potzblitz, das ist ein Riesenkiesel!
Flitzt ja durchs Wasser wie ein Wiesel.
Ich spring jetzt in mein Fischerboot
Und schieß das Kieselwiesel tot!“
Dem hübschen kleinen Unschuldslämmchen
Erlosch vor Schreck das Lebensflämmchen.

Derweil ihr Liebster in den Fluten
Krampfhaft bemüht war, sich zu sputen.
Schließlich erlag er jenem Krampf.
Ernattet gab er auf den Kampf.
So sank er und ertrank. Doch dank
Der schönen Lilofee, die Beide hat verwandelt,
Ward unter Wasser fürderhin das Schalentier gehandelt.
Nun boten* Maid und junger Mann den Meerjungfrauen Austern an.

© anglogermantranslations

* Und wenn sie nicht zum zweiten Mal gestorben sind, so bieten sie noch heute.

Als krönender Abschluss nun  das amerikanische Original des Mediziners und Dichters Oliver Wendell Holmes sen. [1809-1894], das mittlerweile gemeinfrei ist.

The Ballad of the Oysterman

It was a tall young oysterman lived by the river-side,

His shop was just upon the bank, his boat was on the tide;

The daughter of a fisherman, that was so straight and slim,

Lived over on the other bank, right opposite to him.

It was the pensive oysterman that saw a lovely maid,

Upon a moonlight evening, a-sitting in the shade!

He saw her wave her handkerchief, as much as if to say,

‘I’m wide awake, young oysterman, and all the folks away.’

Then up arose the oysterman, and to himself said he,

‘I guess I’ll leave the skiff at home, for fear that folks should see;

I read it in a story-book, that, for to kiss his dear,

Leander swam the Hellespont – and I will swim this here.’

And he has leaped into the waves, and crossed the shining stream,

And he has clambered up the bank, all in the moonlight gleam;

Oh, there were kisses sweet as dew, and words as soft as rain, -

But they have heard her father’s step, and in he leaps again!

Out spoke the ancient fisherman, ‘Oh, what was that, my daughter?’

”Twas nothing but a pebble, sir, I threw into the water.’

‘And what is that, pray tell me, love, that paddles off so fast?’

‘It’s nothing but a porpoise, sir, that’s been a-swimming past.’

Out spoke the ancient fisherman, ‘Now bring me my harpoon!

I’ll get into my fishing-boat, and fix that fellow soon.’

Down fell the pretty innocent, as falls a snow-white lamb!

Her hair drooped round her pallid cheeks, like seaweed on a clam.

Alas for those two loving ones! she waked not from her swound,

And he was taken with the cramp, and in the waves was drowned!

But Fate has metamorphosed them, in pity of their woe,

And now they keep an oyster-shop for mermaids down below.

     

Das Originalpersonal enthält außerdem noch Hero und Leander sowie einen fiktiven Tümmler (porpoise), die ich mir jedoch aus versmaßtechnischen Gründen geschenkt habe. Statt des Tümmlers tummelt sich bei mir ein Riesenwiesel inmitten Flussgeriesel. Schuld war nur der Bossan… Kiesel.

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Halali bzw. ballyhooooo…!

(Which is not quite the same thing.)

Endspurt. Wer noch an der Haggis-Jagd teilnehmen will, der spute sich:

ONLY 3 DAYS OF HUNTING LEFT

As temperatures fall across the moors and glens of Scotland and winter’s icy grip takes hold, wild animals are retreating to their burrows and won’t be seen again till springtime. But there is at least one creature which is not averse to the chilly conditions…

At haggishunt.com we are reviving a fine old Scottish tradition: the hunting of the haggis.

And we are offering some fantastic prizes to mark the resurgence of this popular pastime…

Grand Prize
If you are drawn in the Grand Prize draw for sighting a Golden Haggis…

Och aye the noo! Da immer mehr Leute bei mir nach Haggis suchen, schicke ich sie mal gleich ein Haus weiter. This way please –> zu den Spielregeln bzw. Teilnahmebedingungen.Viel Erfolg! Orrabest :-)

Vgl. auch Aus und vorbei und Pellkartoffeln mit Hering

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Unilokal

Na, was haben wir denn da?

Ist “UNILOKAL”

A) Eine Mensa?

B) Eine Studentenkneipe?

C) Das traute neue Heim der frisch Getrauten?

D) Ein x-beliebiges Restaurant, dessen unifarben gestaltete Innenräume man auch ohne Studentenausweis betreten darf? Man soll es ja nie zu bunt treiben.

E) Das fruchtlose deutsche Pendant zum englischen cranberry morpheme?

Alle Antworten sind denkbar und daher richtig. Schade nur, dass die deutschen Sprachwissenschaftler, die jedes noch so kleine Kind beim Namen nennen müssen, diesem anlehnungsbedürftigen Morphem aus E) so ein langweiliges Allerweltswort als Beschreibung zuordnen. “Brombeermorphem” hätte wohl zu unernst unwissenschaftlich geklungen? Und aus den Krähenbeeren könnten die Vögel einfach wegfliegen, sie müssen sich nicht an die Früchte klammern wie das hilflose cranberry morpheme. Aber Krähenbeeren sind ja hierzulande auch kein Begriff mehr, seit die cranberries unübersetzt ihren Siegeszug auf unseren Supermarktregalen angetreten haben. Und kein Kranich kräht ihnen nach.

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DBpedia (via Schnipselfriedhof)

Bahncard50, die: Plastikkärtchen im Scheckkartenformat, das den Besitzer zum Erwerb von Fahrkarten zum regulären Preis berechtigt. Nichtbesitzer zahlen das Doppelte. Sympathisch ist die augenzwinkernde Selbstironie, mit der die Deutsche Bahn darauf beharrt, den doppelten Fahrpreis als normalen und den BC50-Tarif als “halben” Fahrpreis zu bezeichnen. Umweltbewusstsein, das: Wird Bahnfahrern gerne nachgesagt und von diesen mit Stolz als Beweggrund … Read More

via Schnipselfriedhof

Man könnte das Glossar natürlich noch beliebig erweitern, z. B. um den Eintrag

Innovation, bahnbrechende: Stuttgart 21

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Benchmarking Sticky Botties

oder

Starkbierprobe

Maler: Joseph Puschkin (deutscher Maler, 1827-1880) Quelle: Wikipedia

Historische Methoden

Im 15. Jahrhundert und 16. Jahrhundert bediente man sich vielerorts mit Hilfe der Lederhose einer kuriosen und recht anschaulichen Methode, um die Einhaltung des Reinheitsgebots zu überprüfen. Dazu benötigte man eine naturbelassene Bierbank aus Eichenholz. Der Brauer goss die erste gezapfte Maß des frisch gebrauten Biers gleichmäßig über die Holzbank. Nun setzten sich zwei oder drei Burschen mit ihren Lederhosen darauf und blieben ein bis zwei Stunden (nach der Sanduhr) ruhig sitzen. Während dieser Zeit reichte man den Burschen reichlich Speis und Trank und wartete geduldig, bis sich das Leder im Hosenboden mit dem Bier vollsog und es in die Lederhosen hineintrocknete. Danach standen alle Burschen gleichzeitig auf. Blieb die Bank nicht am Boden stehen, sondern ging sie mit in die Höhe, weil sie den Burschen fest am „Hintern klebte (!)“, so hatte der Brauer nicht an Malz gespart, und der Sud war gelungen. Es befand sich genügend klebriger Malzzucker im Bier. Der Brauer hatte die Prüfung bestanden, und das Bier durfte ausgeschenkt und verkauft werden. Quelle: Wikipedia

Ich recherchiere ja für mein Leben gern. Schon vor der Internet-Ära, als ich dafür stundenlang in Bibliotheken schmökern musste durfte, und jetzt erst recht. Beim Übersetzen ist die Recherche ja auch die halbe Miete, wenn nicht noch mehr. Ich denke mal, dass es den meisten dabei so geht wie mir bzw. wie Eugen Roth auf der Suche nach *Mormone*. (Moment – wie lange ist der denn schon tot? Darf man den zitieren? Nein, noch nicht. Erst ab 2046. Schade.) Es geht natürlich um

Ein Mensch, nicht wissend von “Mormone”,

Schlägt darum nach im Lexikone …

Natürlich liest sich der wissbegierige Mensch fest und kommt von Hölzchen auf Stöckchen, um am Ende das Buch zuzuklappen, ohne die Ursprungsfrage geklärt zu haben.  Dennoch ist er um einiges  schlauer. Das Gedicht dürfte allgemein bekannt sein, sonst kann man den Text auch hier finden.

Ich wollte nun gestern herausfinden, von welchem Gesöff Gebräu Getränk in einem Sketch des schottischen Komikers Billy Connolly eigentlich die Rede ist. Irgendwas mit B…? Im Netz wurde ich sofort fündig. Es war BrewDog, vorgeblich ein Bier (das den stärksten Mann umhaut), in Wirklichkeit aber eher eine Spirituose. Auf Youtube finden sich dazu lauter *reviews* (tja, auf Englisch kann man Bier sogar rezensieren ;-) ), aber auch wirklich dämliche Werbespots, die mit den ausgesprochen bescheuerten Sortennamen (“Sink the Bismarck” – für schlappe 40 Pfund Sterling das 330-ml-Fläschchen -, “Tactical Nuclear Penguin” – mit nur 35 Pfund sind Sie dabei – , “The End of History” usw.) spielen bzw. den jeweiligen Wortwitz zu Tode reiten. Flogging a dead brewery horse in a manner of speaking. Da es erklärtes Ziel des BrauHunds BrewDogs war und ist, deutsches Starkbier “in die Knie zu zwingen” (hink, hink), landete ich zwangsläufig auf der obigen Wikipedia-Seite. Was für eine Verschwendung von edlem Gerstensaft! Aber heute sind sie schlauer, die Brauer.

Aaaah! Jetzt geht mir ein Licht auf: Der überaus tiefsinnige Liedtext von “Bier her, Bier her, oder ich fall um!” ist gar nicht aus der Perspektive des durstigen Zechers geschrieben, sondern bezieht sich auf die Bank, deren Stabilität ohne Klebemittel nicht gewährleistet war.

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Ohne Worte

Aber mit Rhythmus, mit dem man mit muss:

Ich glaube, ich probiere das mal beim Zwiebelhacken aus. Man soll sich ja immer neuen Herausforderungeen stellen.

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