Archiv der Kategorie: Rezepte

Leckeres Lesefutter – ein Gastbeitrag von Birgit Heintz

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Adventszeit ist Blogwichtelzeit. Wortstarke Frauen aus dem Netzwerk Texttreff.de schreiben sich wieder mal Blogartikel – nicht gegenseitig, das Los entscheidet. Heute kommt hier also die Texterin Birgit Heintz zu Wort, deren Blog Ohrenrausch hier zu finden ist.

 

Also, liebe Birgit, dann schieß mal los!

Leckeres Lesefutter?

Dass die Übersetzerinnen von „Shades of Grey“ ihr bisheriges Liebesleben auf den Kopf stellen, wird wohl keiner erwarten. Ebenso wenig, dass der Verfasser vor dem Übertragen eines Krimis zum Dolch greift. Aber eine Übersetzerin kulinarischer Texte, die noch nie den Kochlöffel schwang? Ich wage es mir kaum vorzustellen.

Woher die Zweifel?

Ganz einfach, durch das Schmökern in Zeitschriften, Kochbüchern und sonstigen Ergüssen rund um eine der schönsten Sachen der Welt. Ein Faszinosum sind zum Beispiel Bedienungsanleitungen zu allerlei Kochgerät. Niemals werde ich den Augenblick vergessen, als ich meinen nagelneuen, silberblitzenden Wok in Händen hielt. Inklusive Anleitung, Rezepten und ausführlichsten Tipps rund ums …

Bewegungsbraten“.

Auf solcherlei Wortwahl nicht gefasst, kam ich zunächst ins Grübeln. Sollte ich die Arme schwingen oder mit den Beinen kreisen, um dem Bratgut Luft zuzufächeln und ihm dadurch den nötigen Pfiff zu verleihen? Beim Gedanken an mögliche englische Vorbilder kam mir die Erleuchtung. Gemeint war wohl „to stir-fry“, also die Aktivität des „Pfannenrührens“ der Zutaten… Ähnliche Erheiterung löste bei mir die französisch-deutsche Übersetzung eines Artikels aus, in der der beschriebene Mensch ein Mädel namens Madeleine liebte und an ihr knabberte. Aber der Mann war eigentlich nur ein Fan des gleichnamigen Gebäcks.

Aber auch Rezepturen bieten Lacher

So stolperte ich gerade erst über eine Kochzeitschrift, ebenfalls aus dem Französischen übersetzt, die zur Zubereitung eines an sich köstlich klingenden Byrianis verführte. Und dazu die Verwendung von Kümmel vorschlug. KÜMMEL. NIEMALS. Diese Zutat mag sich zwar im Sauerkraut, Obatzter oder Brötchen außerordentlich köstlich ausnehmen. In einem indischen Reisgericht ist sie jedoch so fehl am Platz wie ein Schweineschnitzelchen in Paul Mc Cartneys Küche.

Die Idealbesetzung ist hier der ähnliche geformte Kreuzkümmel, dessen Aromen jedoch völlig andere Bilder heraufbeschwören. Der eher rustikale, „kreuz-lose“ Kümmel erinnert an weite Felder, an Biergärten, eine ordentliche Brotzeit. Er sagt meist „Schmeckt her. Hier bin ich.“ Kreuzkümmel hingegen duftet nach Fernweh, nach Sonnenstrahlen, die auf der Haut tanzen, nach Urlaub …

Doch schon habe ich eine erneute Vision.*

Vor mir sehe ich eine Übersetzerin, die z. B. eine Textpassage zu saarländischen Kartoffelgerichten – sagen wir mal – ins Italienische übertragen soll. In knackigen Worten muss sie „Hoorische“, „Schneebellscher“ und „Gefillde“ im ausländischen Idiom widergeben. Oder gar „Dibbelabbes“ oder „Schaales“. Und all dies ohne jemals eine dieser Köstlichkeiten zubereitet oder zumindest gegessen zu haben. Ich bin geneigt zu sagen: möglich, aber sinnlos.

Exkurs:

*Für den unwahrscheinlichen Fall, dass dieses Szenario wahr wird, hier eine Übersetzungshilfe:

Hoorische = Klöße aus rohen Kartoffeln, aufgrund der „Kartoffel-Fasern“ als haarig betituliert.

Gefillde = Hoorische mit Füllung, z. B. aus Leberwurst, Hackfleisch oder Brotwürfeln.

Schneebellscher = Klöße aus gekochten Kartoffeln, sehr hell, fast „schneeweiß“

Dibbelabbes = Geriebene Kartoffeln und diverse Zutaten in der Pfanne gebraten

Schaales = Dibbelabbes, der im gußeisernen Bräter gebacken wurde

Birgit Heintz am 11. November 2012

Food for thought indeed! Danke, liebe Birgit :-) Gerade für die Kochbuch-Übersetzung gilt “Probieren geht über Studieren”. Renommierte Kochbuchverlage kochen deshalb auch alle Rezepte nach. Was die schöne deutsche Vokabel “pfannengerührt” betrifft, so erinnere ich mich noch sehr gut, wie ich sie zum ersten Mal bei einer Übersetzung benutzte. Als Begriff war sie damals in Deutschland noch weitgehend unbekannt, Woks hatte kaum jemand im eigenen Haushalt und Zugang zum Internet schon gar nicht. Die Zeiten ändern sich.

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“Warm buttered biscuits” sind keine Butterkekse!

Wieso nicht? Das kommt demnächst in diesem Theater. Momentan fehlt mir für Erklärungen die Zeit. Mit Butter bestrichene Kekse könnten es sein, wenn sie denn aus England kämen. Aber es handelt sich um ein uramerikanisches Gebäck. False friends.

Nachtrag
Ich wundere mich. Obwohl ich doch nur ankündige, bei Gelegenheit etwas zu diesem Thema schreiben zu wollen, kommen ungewöhnlich viele BesucherInnen vorbei, die sich offenbar für amerikanische warm buttered biscuits interessieren. Also, wenn jemand etwas dazu im Kommentar schreiben möchte, die Dinger vielleicht sogar aus eigener Erfahrung kennt (anders als ich), dann mal los … Ich bin gespannt. :-) Auch was man sich darunter vorstellt, ohne im Netz danach gesucht zu haben, wäre aufschlussreich.

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Der Weg allen Fruchtfleisches

oder

There’s always a first time (2)

 
Cuöcurbita moschata Birnenkürbis

Komm, kleiner Butternuss-Kürbis! Bliev stahn, ick will di freten! Gräm dich nicht, schließlich können nicht alle Kürbisse Teil eines schweizerischen Gesamtkunstwerks werden.

Ich hatte mein haptisches Vergnügen an dir, aber jetzt will ich auch wissen, wie du schmeckst. Neugier ist schließlich die Mutter meiner Kochkünste. Was mach ich denn nur aus dir? Hier habe ich ein Grundrezept gefunden, dessen Zubereitungsarbeit mir schon gefällt, aber von den Zutaten bin ich nicht so überzeugt. Ketchup? Schüttel! Dann suche ich mal weiter. Such, such, such …

Hm. Ich glaube, ich probiere mal eine Variante von diesem Rezept, allerdings mit anderen Kräutern und Gewürzen. Bin schon sehr gespannt …

Fotos: anglogermantranslations. Alle Rechte vorbehalten.

Etwaige Ähnlichkeiten mit ehemaligen Bundeskanzlern sind rein zufällig.

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Blogwichtel 2011 – A Horn, a Horn, a Kingdom for a Maple (Stick)!

Hurra, hier ist also der mir zugedachte und  bereits angekündigte geheimnisvolle Gastbeitrag aus der Feder bzw. dem Spachtel des anonymen Blogwichtels.  Eine kanadische Spezialität – how sweet :-)

*********

Liebe Christiane

“Freudvoll schwing mich zu dir von Liane zu Liane,

Auf dass sich treffen mögen unsere Meridiane …”

Ach nein,  ein fröhliches Christianengedicht krieg ich nicht hin – höchstens ein unfreiwillig komisches. Magst du vielleicht eine Dissertation über die Sprache lesen, in welcher Naturwissenschaft betrieben wird? Die Wissenschaftler glauben ja, sie sprächen Englisch (und jeder ist davon überzeugt, dass sein Englisch tadellos ist.) Ich wette aber, dass sich bald eine eigenstehende Sprache entwickelt haben wird – für Linguistiker sicher interessant.  Aber wirst du das brauchen können für deine Übersetzungen?

Nein, weisst du was? Ich schenke dir ein kleines Rezept. Geschrieben ist es auf Deutsch, gefunden habe ich es in Nordamerika – passt doch perfekt ins Blogkonzept hier. Und einfach ist es auch noch. Man braucht bloss
1 Ahornsirup, so dunkel (i.e. konzentriert) wie möglich, eventuell leicht eingekocht.
kleine Holzspachtel
Schnee
und ganz viel Kälte
Auf einer glatten Fläche (Tischplatte) breitet man Schnee aus und drückt ihn fest. Alsdann giesst man auf den Schnee ca. 10 cm lange Ahornsirupstreifen und lässt sie fest werden. (Wir stellen fest: der Schnee sollte zur saubereren Sorte gehören.)
Es folgt die Kür: Der Sirupstreifen wird um den Holzspachtel herum aufgerollt - zack! fertig ist der winterliche Snack. Geniessen.

Fröhliche Weihnachten!

Dein Blogwichtel”
*********
Die Schreibweise zeigt doch in Richtung Schweiz? Gehe ich fehl in der Annahme, dass der Wichtel eine rote Zipfelmütze mit weißem Kreuz trägt? Besonders am 1. August?
Herzlichen Dank, lieber geheimnisvoller Wichtel.
(Ich hoffe, die Bilder sind entweder von Dir oder gemeinfrei  – auf dass mich nicht des Autors (sprich: Fotografen)
gerechter Zorn treffe … :-))

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The Glühwein is the Muller’s Lust

Eben landete ich zufällig in dieser englisch-deutschen Folge einer Fernseh-Kochshow und war gespannt, wie man das Sprachproblem für die Zuschauer im Hamburger Studio lösen würde. Es war natürlich kein Problem: Jamie Oliver und Tim Mälzer plauderten jeweils in ihrer Muttersprache, und für alle, die nicht ganz folgen konnten, kam dann noch die Stimme aus dem Off, die simultan dolmetschte. Vielleicht ist das ja nicht so zwingend notwendig, dachte ich, man sieht ja, was die beiden da machen, wie sie schnipseln und gießen und mixen und mengen. Aber dann präsentierte der Engländer den Gästen die englische Antwort auf unseren Glühwein, den mulled wine – eine sehr interessante Rezeptvariante mit Cider und Granatapfelsaft -, und der Dolmetscher behauptete wiederholt, das sei nun Malzwein [sic]. In der Spielfilmsynchronisation kann es ja sinnvoll sein, die Vokabeln den Lippenbewegungen anzupassen, da wäre Malzwein für mulled wine eine geniale Lösung, aber in diesem Fall darf man die gut sichtbaren Fakten doch nicht einfach vom Küchentisch wischen? Oder hat sich der Dolmetscher vom Nachnamen des deutschen Kochs ablenken lassen?

Im Vorspann fiel mir auch auf, dass Tim Mälzer an einem Fleischerladen vorbeiradelt. Ja, so heißt das hier in Hamburg, vielleicht auch noch Schlachter, aber nie, nie, nie, nie Metzger. Das wusste eine Münchner Romanschriftstellerin offenbar nicht, als sie ein Buch in Hamburg spielen ließ. Die Örtlichkeiten waren gut recherchiert, aber die Leute kauften ihr Fleisch immer beim Metzger ein. Dascha gediegen! Na ja – vielleicht war das auch eine süddeutsche Lektorin, die “Metzger” für überregional hielt.

Überregional ist allerdings wenig, wenn es um Essen und Trinken geht. Vgl. auch die Erfahrungen von Daniela Dreuth, einer Kollegin aus dem Texttreff-Netzwerk, die es von Hessen nach Thüringen verschlagen hat –> Thüringer Weihnachtsgebäck, ein Blogwichtel-Gastartikel im Sprachblog von Ines Balcik.

Aber mal ehrlich, was soll man denn dazu sagen, dass Mälzer allen Ernstes behauptet, cartwheel heiße auf Deutsch Waschanlage?

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Kürbiskernbrot aus dem Steirereck

anglogermantranslations:

Ich mag es gern al dente – sogar Suppen. Und für mich darf auch alles gern kkk sein – kernig, körnig, knusprig. Darum habe ich dieses Brot in abgewandelter Form flugs nachgebacken. Sesam hatte ich nicht da, Koriander auch gerade nicht, habe den Teig also anders gewürzt. Aber das Tüpfelchen, nein, die beiden Körnchen auf dem ö waren die ganzen Kürbiskerne statt der grob gehackten. Das Ergebnis erfreut Gaumen und Zähne – wunderbar al dente: kernig, körnig, knusprig.

Ursprünglich veröffentlicht auf lamiacucina:

Kürbiskernbrot 0_2011 11 07_0996

Oesterreichs guter Kern

Hat mir doch kürzlich eine stille Leserin aus Wien eine Dose eines prämierten Steirischen Premium Kürbiskernöls zugesandt. Einfach so. Mit einem langen, handgeschriebenen, liebevoll verfassten Brief. Keine Werbung, nur um das gleich klarzustellen. Ein richtiges Geschenk ! Der Brief wie das Kernöl. Gar nicht einfach, mir etwas zukommen zu lassen, da in meinem Impressum bewusst keine Adresse steht. Liebe Frau F., tausend Dank dafür !

In einem alten Gourmetheft aus dem Jahre 1989 fand ich ein Kürbiskernbrot aus dem Steirereck in Wien, also noch aus Zeiten, in denen Helmut Österreicher dort kochte. Das Brot eines Kochs, nicht eines Bäckers. Das wird gerührt, nicht geknetet. Das buk ich.

Zutaten
120 g Kürbiskerne
250 ml Wasser
15 g Frischhefe
220 g Weizenvollkornmehl (Ruchmehl)
2 Elf. Sesamkörner
5 g Salz, Pfeffer aus der Mühle
Koriander
3 Elf. Kürbiskernöl

Kürbiskernbrot 1_2011 11 07_0986

Ölzugabe, dunkelgrün

Zubereitung
(1) Die Kürbiskerne trocken rösten, dann kalt stellen und grob hacken. Die…

Original ansehen noch 103 Wörter

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Der Maronengraben

Ich weiß nicht genau, ob es ihn gibt, aber die Vermutung liegt nahe. Mit dem Weißwurstäquator und dem Röstigraben kann doch jeder auf Anhieb etwas verbinden. Manche meinen auch, an Ingwer müsse man von klein auf gewöhnt sein, um ihn ständig in der eigenen Küche zu verwenden – was stimmen könnte, denn ich verwende ihn selten, weil ich immer wieder vergesse, dass es ihn gibt.

Und jetzt stolpere ich über ein italienisches Maronenrezept, das ich für eine Kochkarte übersetzen soll. Mit Kastanien habe ich als Kind gern gebastelt oder Rehe im Wildpark gefüttert, mit Rosskastanien natürlich. Esskastanien habe ich nur ein einziges Mal probiert. Sie kamen aus dem Backofen von Freunden, und die Schalen waren aufgeplatzt. Da dieses einmalige Erlebnis kein heißes Verlangen in mir geweckt hat, kam ich nie auf die Idee, nach Maronen zu suchen, geschweige denn, sie kulinarisch aufzubereiten – weder in freier Wildbahn noch bei Tante Emma oder Onkel Mustafa. Auch heiße Maronen kenne ich nur aus südlichen Ländern. Vielleicht gibt es die auch in Deutschland – irgendwo, hier jedenfalls nicht. Hier schießen nur Glühweinstände wie Pilze aus dem Boden, sobald die Temperaturen ein winziges bisschen unter Null zu sinken drohen. Kastanien holt hier also keiner für mich aus dem Feuer. Na ja – ich will ja auch gar keine. Und wenn ich sie wollte, hätte ich Pech gehabt. Oder müsste in andere Gefilde. Noch so ein Kulturgraben, dessen Vorhandensein ich im Alltag gar nicht bemerke. Maronen fehlen mir in etwa so wie einem Bayern die Dörrpflaumen in der Aalsuppe, bzw. beides zusammen.

Aber jetzt steht also in diesem von mir zu übersetzenden Rezept:  Sbucciate le castagne, lessatele e… blablabla. Man soll sie also schälen und kochen. Wie das? Vielleicht mit einem Nussknacker? Die anderen Rezepte sind Schritt-für-Schritt-Anleitungen, also muss doch auch dieses idiotensicher formuliert sein – für Kastaniendummies wie mich? Wie bitte schält man die Dinger denn nun? Die sind doch viel zu hart? Dass man sie einritzt und in den Backofen legt, verstehe ich. Aber so steht’s hier nicht. Schälen soll man sie. Basta. Eine Umfrage im Bekanntenkreis ergibt: Man schneidet sie kreuzweise ein und legt sie in den Backofen. Davon steht hier aber nichts. Grübelgrübelgrübel. Ich kann mich ja bei allen Anleitungen bzw. Rezepten immer sehr gut in die Leser versetzen. Eine Anleitung muss nachvollziehbar sein, sonst reagiert man doch höchst unwirsch. Man kann die Socke nie fertig stricken, das Soufflé fällt zusammen usw. – und natürlich ist nie der Autor schuld, sondern der Übersetzer. Kennt man ja.

Eben war ich im Supermarkt. Auf einem Regal liegt alles für die Weihnachtsbäckerei bereit. Ganz oben auf dem Stapel: “Esskastanien, gekocht” (vakuumverpackt). Ich beäuge die Klarsichtpackung interessiert. Ja, die Schalen sind weg. Zwei Männer kommen näher und beginnen eine Fachsimpelei über ebendiese Maronen. Meine Chance! Ich frage sie, ob sie die des öfteren essen und falls ja, wie man die denn schält? Sie kennen nur die Backofenmethode. Mit vorherigem Einschneiden an der weicheren Unterseite. Aha! Mir dämmert’s!

Jenseits des Maronengrabens (und ich bin offenbar auf der falschen Seite) ist das Zubereiten von Kastanien offenbar eine solche Selbstverständlichkeit, dass man die Einschnitt-und-rein-in-den-Backofen-Phase getrost als bekannt voraussetzen kann. Sie ausdrücklich zu erwähnen, wäre so wie … hm … in einem Rezept zu schreiben, man solle die Kartoffeln schälen, und zwar mit einem Kartoffelschälmesser. Auf dass es der ungeübte Koch es nicht etwa mit Hammer und Sichel versucht? Oder mit einem Lichtschwert? Ich werde jetzt also die bereits geschälten Maronen kochen und zu Mus pürieren. Wenigstens auf dem Papier, nein, digital. Passt schon.

     

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Die richtige Mischung macht’s

Foto: anglogermantranslations

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Schneller Teller

© anglogermantranslations

“Auf einem Teller helle, dadidadidadidadam …” Quatsch, er ist ja dunkel. Dass eckige Teller eckige Schatten werfen, ist zwar logisch, mir aber auch neu. Jetzt aber flugs in medias res:

Zutaten für den Rapunzel-Forellen-Kartoffel-Teller

Rapunzel, 100 g oder mehr für eine mittelgroße Schüssel

Eine kleine Mohrrübe, gerieben

Eine kleine Zwiebel, gerieben

Ein EL hochwertiges Öl, geschmacksneutral und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Ein EL Apfelsaft (Direktsaft)

2 mittelgroße Biokartoffeln, in der Schale gekocht  (Bio und goldgelb müssen sie schon sein, sonst schmecken sie einfach nicht.)

Ein Forellenfilet, geräuchert und selbst gekauft

Zubereitung (unter Berücksichtung der Kochzeit von ca. 20 Minuten)

Während die Pellkartoffeln kochen, den Salat waschen. Das geräucherte Forellenfilet aus der Packung nehmen, damit sich das Aroma entfaltet. Auf den Teller legen (ein heller Teller tut’s auch :-)). Aus den restlichen Ingredienzien eine Salatsoße in der Schüssel mischen und Rapunzel kräftig darin wälzen. Weiteres Würzen schenke ich mir, da die Forelle genügend Salz beisteuert. Alternativ lässt sich daraus natürlich auch ein Salat zum Mitnehmen basteln: Dazu die am Vortag gekochten Gschwellti in Scheiben und das Fischfilet in Stückchen schneiden. Unter den Salat mischen. Das ging doch wirklich blitzschnell, nicht? Und ist doch alles Andere als Fastfood. Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, ein paar Kohlehydrate … Und zum Nachtisch einen Apfel. Anschließend ist man nicht zu müde, um weiterzuarbeiten.

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“Pürierte Advokaten”

Zwei reife Avocados harrten der Schlachtung, aber ausnahmsweise sollte es keine Guacamole, sondern mal ein wärmendes Wintersüppchen sein. Bei Lamiacucina wurde ich auch sofort fündig, mit Verweis auf einfachkoestlich. Meine rein vegetarische Variation ging blitzschnell:

Zutaten

2 reife Avocados

Saft einer halben Zitrone

ein wenig Weißwein

Ein TL Kichererbsenmehl zum Andicken

1/2 Liter kochende Gemüsebrühe

Zubereitung

Die Zutaten außer der Brühe pürieren und mit dem Schneebesen in die heiße Brühe rühren. Von der Herdplatte nehmen und sofort servieren.

Weitere Gewürze, Sherry oder Sahne habe ich mir gespart – nicht einmal grüne Kräuter habe ich darüber regnen lassen, ganz gegen meine Gewohnheit.  Perfekt ist perfekt. Womit ich nicht meine Kochkünste meine, sondern den Geschmack der Suppe, die gewesen ist :-).

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