Schlagwort-Archive: Adam plündert sein Paradies

Adam und sein Apfel

Skulptur von Waldemar Otto 1982

Or

The Ubiquitous Adam is at it Again :-)

Dieser aussichtsreiche Anwärter auf den Mister-Universum-Titel posiert unter der Laterne dem güldenen Baum der Erkenntnis vor dem großen Tor des Botanischen Gartens in Hamburg.

“Adam plündert sein Paradies”

heißt das Kunstwerk.

Damit wir nun nicht gleich “Ich weiß nicht, was soll das bedeuten?” anstimmen müssen, bekommen wir die Erklärung gleich mitgeliefert:

Vermutlich hatte der Künstler kein Problem, ein Modell für diese Skulptur zu finden. Auf seiner Website sieht man ihn in seiner Werkstatt zusammen mit diesem leibhaftigen Adonis. Komisch, ich habe das Gefühl, dem Prachtkerl Adam ständig über den Weg zu laufen, in der Regel allerdings mit etwas mehr als nur einem Fahrradschloss bekleidet.

Frage: Wer bist du, Adam?

Antwort:  Madam, I’m Adam – von hinten wie von vorn.

Während Adam hier draußen nun sein Paradies plünderte, gab es im Botanischen Garten ganz andere Adamsäpfel zu bestaunen, und zwar im Rahmen der  Ausstellung der Norddeutschen Apfeltage – aber das ist eine andere Geschichte.

Adamsäpfel auf den Norddeutschen Apfeltagen 2011

Aus: Der Apfel. Sortennamen und Synonyme von Johann-Heinrich Rolff

Dieser rote Apfel hat ein wundersames Synonym: White Paradise.

Fehlt noch was? Ach ja. Ein Hinweis auf den dänischen Film Adams Äpfel. Einer von den wenigen, die ich mir immer wieder ansehen könnte.

Nachtrag zum Titel

Ich stelle gerade fest, dass man über diese Adamsfigur auch unter dem Titel “Die Adams und ihre Äpfel” schreiben könnte. Im Erfurter Skulpturengarten steht nämlich ein Doppelgänger als Adam plündert DAS Paradies, ferner gibt es noch einen Dreifachgänger als Adam isst die Frucht. Offenbar ist Adam fruchtbar und mehrt sich. Kein Wunder also, dass ich mir einbilde, diesem Adam ständig zu begegnen. Er ist einfach überall. (Und wenn man ihn lässt, verputzt er gerade einen Apfel.)

7 Kommentare

Eingeordnet unter Ausstellung, Ditt un dat, Film, Fotos, Hamburg, Kunst