Auch für Pfoten nicht verboten.
Schlagwort-Archive: Hamburg
Grenzüberschreitung
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Handel und Wandel
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Seltsame und illustre Namen aus Hamburgs Dahliengarten
Erster Teil
Kaktusdahlien/Cactus Dahlias
Die Klangfetzen, die mir beim Lesen der Zuchtsortennamen durch den Kopf gingen, waren genauso bunt gemischt wie die Blumenbeete, z. B.
“Der Eine liebt den Sonnenschein und ich nun mal die Nacht …”
oder
http://www.youtube.com/watch?v=b_Nx0Bf2xX8 -
von Doris Day und Verdis Othello ganz zu schweigen …
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Erdbeerrot ist tot … oder?

Wehmütige Er(dbeer)innerungen © anglogermantranslations
“Ach, was waren das für Zeiten, als es noch reife rote Erdbeeren zu kaufen gab!”
“Dafür haben wir jetzt zwei neue Modefarben, Erdbeerrosa und Erdbeergrün.”
Sie sahen eine neue Folge aus der Reihe Früher war alles besser!

Erdbeerrot © anglogermantranslations
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Die Schlampe mit der Energiesparlampe
Oder so ähnlich.
Ich oute mich jetzt mal als partielle Kulturbanausin. Bevor ich eben Jan Delay beim ESC (was ich bisher immer nur für die Escapetaste gehalten habe) als Pausenclownkünstler im Livestream erlebt habe, wusste ich gar nichts von seiner Existenz. Und dass trotz des Umstands, dass er “im spießigen Eppendorf als Kind von Hippieeltern aufwuchs”. Hüstel. Wahrscheinlich ist er mir unerkannt unzählige Male über den Weg gelaufen. Wie dem auch sei, ich habe mir große Mühe gegeben, den Text seiner Darbietung zu verstehen, allerdings ohne Erfolg. Mir ging es darum, ob er nun eigentlich englisch oder deutsch sang, doch außer “Oh Johnny” bekam ich akustisch beim besten Willen nichts mit. Und das kann ja sowohl das Eine wie das Andere sein. Beim Nachhören auf Youtube konnten meine Ohren dann schon mehr Deutsches herausfiltern, v. a. irgendwas mit einer Energiesparlampenschlampe. Ist doch ein genialer Reim, muss ich mir merken. Kann ich sicher noch irgendwann gebrauchen. Was mich in diesem Clip aber noch brennender interessierte, war die Meinung des Künstlers zum ihm unterstellten Szeneslang. Auf 7:25 zieht Ina Müller ein Lexikon der Szenesprache hervor, über das sich Jan Delay alsbald mokiert. Und ich muss ihm da leider Recht geben. (Oder anders ausgedrückt, lässt sich etwas derart Flüchtig-Flatterhaftes kaum korrekt und für die Ewigkeit schwarz auf weiß fixieren. Leichter wäre es, einen Pudding an die Wand zu nageln.) Bezogen auf Übersetzungen von “trendigen” (blödes Wort) oder “szenigen” (noch blöderes Wort) Dialogen gilt: Zeitgemäßer und damit zwangsläufig meist zeitgebundener Slang, der es nicht irgendwann in den allgemeinen Sprachgebrauch schafft, bleibt für unsere Arbeit auf Dauer unbrauchbar. Andernfalls müsste man allzu szenige Übersetzungen mit Glossaren versehen, da sie erstens einen rasanten Verfallswert haben und zweitens innerhalb dieser knappen Zeit auch nur von einem Bruchteil der Leser überhaupt verstanden würden. So sich überhaupt welche dafür finden.
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Besser spät als nie
Nun wollen die Forsythien
Auch hier in Hamburg blythien.
Wie anders das doch fryher war,
Da blythen sie im Februar.
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Kitsch as Kitsch Can

© anglogermantranslations
“Willkommen im Königreich! Antiquitäten” steht an diesem Laden. Wäre ich ein Kind, würde ich mir stundenlang die Nase am Schaufenster platt drücken. Oder steht so was heute in jedem Kinderzimmer herum?
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Ein kunterbuntes Kaffeelädchen

Zwergenparade © anglogermantranslations
An solchen hübsch dekorierten Schaufenstern kann ich mich nicht sattsehen. Und dann freue ich mich, dass ich diese unzähligen Staubfänger nicht bei mir zu Hause stehen habe, d. h. – Tassen brauche ich natürlich schon, aber die habe ich zum Glück alle im Schrank.
Dieser kleine Laden steht in der Mönckebergstraße, Hamburgs Einkaufsmeile zwischen Hauptbahnhof und Rathausmarkt – ich kenne nicht einmal seinen Namen. Auf der linken Seite ist das Teefenster:

Katzenparade © anglogermantranslations
Nachtrag vom 30. November 2011
Das Katzenparadenfoto ist im Rahmen der Blogwichtel-Gastartikel-Aktion
in einem anderen Kontext auch hier zu sehen.
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Titelsuche

Katharinenkirche in Hamburg Foto: anglogermantranslations
F. hat mir ihre alte Digitalkamera geschenkt. (Danke, liebe F.
) Seitdem sehe ich meine Stadt mit anderen Augen. Bei der späteren Ausbeute des letzten Sonntagsspaziergangs bedauere ich wieder einmal, keine Autorin zu sein, oder besser gesagt, nicht den Drang zum Romanschreiben zu verspüren. Die Zeit würde mir ja für die Lektüre der vielen noch ungelesenen Bücher fehlen. (“Zwar les ich viel, doch will ich ALLES lesen …”) Und das ein oder eine Buch will ja auch noch übersetzt sein.
Einen Tag später bleibt mein Blick in der Bücherhalle an einem Titelbild hängen. Es ist ein Krimi von Lesley Cookman mit dem alliterierenden Titel Murder in Midwinter und erinnert mich an mein Kirchturmfoto vom Sonntag. Jetzt möchte ich auch so einen schönen Titel für mein Bild haben, jawohl! Wenn ich schon keinen Roman dazu schreibe. Kann doch nicht so schwer sein …



