Alle hier übersetzen Robert Walser, nur ich nicht . Anyway, not much point in it, is there? Why, oh why did he have to write in German?
Aber man muss ja nicht immer nur übersetzen wollen, lesen ist ja auch ganz schön. Und da Robert Walser noch ein blinder Fleck auf meiner Leselandkarte ist (what an admission – shame on me!), ich aber hier die gesammelten Werke auf dem Regal vorfinde, fange ich endlich mal an.
Meine Jungfernlektüre ist die Kurzgeschichte DAS DICHTERZIMMER, erschienen 2003 bei Suhrkamp im Sammelband “Feuer”, herausgegeben von Bernhard Echte. Nein, das soll jetzt keine Verletzung des Urheberrechts werden, sondern nur ein Kleinzitat. Weil ich diese Stelle einfach saukomisch finde, bzw. tragikomisch.
Meine Freundin, die geschiedene, getrennte und auseinandergerissene Frau von Ligerz, haust noch ärmlicher als ich. Sie macht es mit noch bedeutend weniger Komfort, und ehemals schwamm sie darin. Sie hat gewohnt und gelebt wie eine regierende Fürstin, und jetzt übersetzt sie, gleich der hoffnungslosen Sklavin, was? Romane! Ihr eigenes Leben ist selber ein Roman. Doch sie, sie ist zu delikat, diesen Roman zu schreiben.
Jedes beliebigen Menschen Leben ist ein schöner und langer Roman, so z. B. meines. Ich komme mir, wenn ich nächtlings in meiner Stube bei der Lampe sitze, wie eine regelrechte Romanfigur vor: “Und dann löschte er das Licht aus und legte sich zu Bett.”
Ja, wer wohl? Goethes Ballade vom Erlkönig ist immer noch eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle für alle Kunstgattungen und -richtungen. Ist Youtube nicht eine wunderbare Erfindung? Ich habe mal drei Interpretationen herausgegriffen, die mir besonders gut gefallen.
Ein Comic in Hörfassung? Erlkönig “zum Anfassen”? Pantomimisch und akustisch untermalte Rezitation? Gibt es einen Begriff für diese genreübergreifende Vortragskunst? Besonders amüsiert mich, wie Marco Rima in Marty Feldmans Rolle aus Frankensteins jüngerer Bruder schlüpft .
Von den vielen filmischen Umsetzungen des Stoffs halte ich Georg Weidenbachs atmosphärisch dichte Version für besonders gelungen.
Last but not least Franz Schuberts Vertonung als Violinsolo – ein Parforceritt in der Interpretation von Kristof Barati. Ist das nicht ein wahrhaft fiegeliensches Musikstück? (Endlich eine Gelegenheit, diese neu erworbene Vokabel anzuwenden.
Und hier noch einmal der Text des Gedichts zum Mitsingen für alle, die ihn nicht auswendig lernen mussten :
Erlkönig
Johann Wolfgang Goethe
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -
»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«
Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. -
»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -
»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -
Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Müh’ und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.
Marie-Christine Werner interviewt Dr. Burkhart Kroeber, u. a. Umberto Ecos deutsche Stimme, für den SWR. “Wie viel Aufwand muss ein Übersetzer betreiben?” “Warum wird das Übersetzen so schlecht bezahlt?” http://www.ardmediathek.de/swr2/swr2-zeitgenossen?documentId=14795594 Einsortiert unter:Übersetzung, Bücher, deutsche Übersetzung Tagged: Übersetzer, Über […]
Dass unsere Daten im Internet missbraucht werden (können), dürfte niemanden mehr überraschen. Aber wenn ich mir ein Bild oder ein Filmchen näher ansehen will und deshalb aus freien Stücken auf vergrößern klicke, ist doch wohl klar, dass ich das auch wirklich … Weiterlesen →
Wenn die bunten Fahnen wehen … Kurz vor Ende einer Tagestour durch die Landschaft Connemara bzw. Conamara hielt der Busfahrer unvermittelt an und deutete auf diesen Weißdornbaum mit den flatternden Textilien. (In der Bildmitte ist übrigens eine Muschelfarm zu sehen.) … Weiterlesen →
Na, was ist das nun wieder? Ein kleiner Tipp: Es handelt sich um eine nicht sonderlich geheime Verschlusssache aus Olims Zeiten. Der Buddha in der Mitte und das Windlicht oben sind nur schmückendes Beiwerk. Foto: anglogermantranslations Einsortiert unter:Foto, photo, Rätsel … Weiterlesen →
Ach, was hat die liebe Verona da nur angerichtet! Bestimmt finden sich im Netz Millionen Treffer für das dämliche Geholfen-werden-Zitat, was ein in deutscher Grammatik nicht allzu versierter Ausländer dann als Beleg dafür missversteht, es sei korrektes Deutsch. X Treffer … Weiterlesen →
… wie sie heißt? Gefunden Ende April an der Galway Bay, irische Atlantikküste bei Newtonlynch, Doorus, in der Nähe des Städtchens Kinvara im County Galway.Noch (?) unbekannte Pflanze Foto: anglogermantranslations Einsortiert unter:Botanik, Flora, Foto, photo Tagged: Atlantikküste, coastal plant, County … Weiterlesen →
Genauer gesagt, muesste die Frage natuerlich “on your spire” lauten, aber dann assoziiert man sie nicht unbedingt mit Douglas Adams’ Babelfisch. Mag die senkrechte Stange der Wetterfahne als Speer herhalten. Mein Entschluss, von Dublin aus als naechste Station Cork anzusteuern, … Weiterlesen →
… schwitterte Kurt. So dadaistisch-absurd war das offensichtlich gar nicht, denn dieses Foto, das ich im Familiennachlass gefunden habe, scheint ihm beinahe recht zu geben. Ob sich dort auch meine Vorfahren tummeln? Gut möglich. Wer die Kreuz-Dame (oben, Mitte) war, … Weiterlesen →
Nachfolgend gebe ich eine Mitteilung für schwedische und deutsche Literaturübersetzerinnen und -übersetzer im Originalwortlaut weiter. — Liebe ÜbersetzerInnen Das Übersetzerhaus Looren in der Schweiz und das Baltic Centre for Writers and Translators in Visby (Schweden) haben reiche Erfahrung in der … Weiterlesen →