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Metaphysischer Fußball

Nun musste ich mich doch schon wieder mit der Frage befassen, warum mich Fußball so gar nicht interessiert. Das weiß ich zwar immer noch nicht, aber es bringt mich auf die Idee, mir mal wieder den Monty-Python-Sketch anzusehen. In deutscher Übersetzung

(Tratschke fragt: Wer war’s?)

und im Original. Ja, das finde ich spannend.  Und witzig sowieso.  Außerdem kann ich die Spieler mühelos auseinanderhalten.

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Druckwerk oder Dreckwerk?

Wer bislang davon ausging, dass die Erfindung des Buchdrucks vor allem der Verbreitung von Erbauungsliteratur (sprich der Lutherbibel) zugute kam, muss vielleicht umdenken. Zitat:

So wirt in Frankfurth seyt jar und tag eyne schwartze Mess gefeyert, welche Puchmess geheyszen izt. So seyt mir nimant etwas gegen eyn fromm Püchlein, das mit Zihtaten und Sprichwortten gepfeffert izt. Doch diser Pücher sint lützel, da vorzuhglich Lugen-Kram vnd Teuffelsdreck gedrucket wirt. So iszt viel Püchel voll mit lustigen Brunsten, Sehnungen, Eyfersüchten, Butzwerck, Hahnreden, Hinter-Thür-und-Fenster-Visiten, Verzweifflungen, Seestürm, Gefangenschafften, Warsagerey vnd allen garstig Fluch vnd Possen, die gottlose Schreyberling mit Dinte auf Pergamentum brunzzen.

Aus: Vom Puch vnd dem Paradeyse von Docktor Martin Luther

Mehr in NZZ Folio 12/97 – Thema: Die Schöpfung

O tempora, o mores :-) ! Bzw. Sodom und Gomorrha. Damals wie heute.  Plus ça change, plus c’est la même chose. Doch dürfte dem ehrenwerten “Docktor” beim Übersetzen auch aufgefallen sein, dass die Schilderungen von “Brunsten, Sehnungen, Eyfersüchten, Seestürm” usw. auch seinen Originaltext (vermutlich sehr zu Nutz und Frommen seiner Zielgruppe) aufgepeppt haben. Kein Wunder, dass eine deutsche Übersetzung bis dahin von Amts wegen gar nicht erwünscht war.

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