Denn erstens kommt es anders

Eigentlich hätte es ein Besuch im Schwimmbad werden sollen, doch beim Anblick der Kassenschlange und der Masse abgestellter Fahrräder machte ich auf dem Absatz kehrt und entschloss mich, nach längerer Pause mal wieder zum Loki-Schmidt-Garten, dem Botanischen Garten in Klein Flottbek, zu fahren. Nach einem Blick auf den Fahrplan der S-Bahn änderte ich meinen Plan und fuhr ohne festes Ziel zunächst zum Bahnhof Altona. Von den vielen Bussen, die dort abfahren, bestieg ich den ersten, der gerade hielt. Auch gut, dachte ich, fahr ich bis zum Hafen mit und nehme von dort die Fähre nach Finkenwerder, da war ich ja auch schon länger nicht mehr. An der Fischauktionshalle stieg ich aus und änderte angesichts der Sardinen, die sich auf den Decks vorüberschwimmender Ausflugsboote gegenseitig platt drückten, schon wieder meine Meinung, bestieg die Fähre in Richtung Hamburg-Landungsbrücken und beschloss wegen der Hitze doch lieber wieder nach Hause zu fahren, mit der U-Bahn dieses Mal. Wie praktisch, so zentral zu wohnen! Als ich über die Brücke die Hafenpromenade verließ, stutzte ich. Die Rickmer Rickmers, neben der Cap San DiegoCap San Diego

ein Aushängeschild bzw.  Aushängeschiff der Hafenstadt, hatte doch tatsächlich eine Galionsfigur! Geschaffen hat sie der Holzbildhauer Dieter Meyer, wie hier zu erfahren ist.

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Rickmer Rickmers mit Galionsfigur

Die hatte ich bisher aus der Distanz überhaupt nicht bemerkt, bekam ich doch während der Fahrt mit der U3 immer die Längsseite des Schiffs zu sehen. Die weiße Figur zeichnet sich allerdings auch nicht sehr deutlich von den weißen Masten ab. Und o Wunder! Das war ja mal keine barbusige üppige Dame mit wallender Mähne, sondern ein kleiner Matrose.  Dass es nicht nur weibliche Galionsfiguren gibt, war mir völlig neu. Man lernt doch nie aus …

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Eingeordnet unter Fotos, Hamburg (Germany)

Enthüllungsgebot

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Foto Penzance

 

 

 

 

 

 

Aber vielleicht doch lieber zeitlich beschränkt? Das Wetter in Cornwall ist nicht immer eitel Sonnenschein.

Dies ist als Antwort auf Straßenfotografien gedacht. :-)

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Eingeordnet unter Dies und das

My nest…

… is my moated castle.

Mein Nest ist meine Wasserburg.

Und die Kormorane sondieren wie üblich die Lage.

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Wassernest

[Fulica atra] Blässhuhn – black coot

    Photos: (c) anglogermantranslations

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Eingeordnet unter Fotos, Vögel

Kauf dir eine Tüte Deutsch!

Umfrage zur anstehenden Dudenneuausgabe Duden 9. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden 10 Duden nach Wahl verlost. Aus purer Neugier musste ich natürlich mitmachen – ein Aufwand von nur wenigen Minuten. Interessiert? Es geht nicht um eine Überprüfung der Grammatikkenntnisse, sondern um Benutzerinnenforschung. Für Anmerkungen gibt es eingangs ein Freifeld unter der Berufeliste und eines ganz am Ende.

https://opinio.hrz.uni-giessen.de/limesurvey/index.php/211541/lang-de

Nachtrag: Ich bin nicht mit dem Duden-Verlag verbandelt, verdiene an diesem Hinweis gar nichts und werbe auch nicht für dessen Produkte. Allerdings nutze ich den Duden beruflich.

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Eingeordnet unter Deutsche Sprache, Umfrage

In memoriam supellectilis (f.)

Lakritze stimmt ein Loblied an und fragt, wer Lust hat, mitzuloben, sich an Sonetten auszutoben. Zum Thema Haushalt soll es sein. Ich schrieb was über Staub, allein, es wollte nicht recht rocken und klang doch allenfalls staubtrocken.

Egal, das Staubsonett erspar ich Euch, lieber erzähle ich Euch eine wahre Begebenheit rund um den Haushalt, die sehr schön demonstriert, wie Mnemotechnik funktioniert. Und da ich das bisschen Haushalt noch nie so nett fand, wird es kein Sonett.

In memoriam supellectilis
Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch zwar lernen muss,
Supellex, supellectilis (f.), das Hausgerät, ist aber Stuss,
Ist überflüssig wie ein Kropf, drum schlagt es flugs euch aus dem Kopf.
Streicht es sogleich aus eurem Buch, Vokabeln hats auch so genug.
Ihr könnt euch deshalb glücklich schätzen, supellex nie zu übersetzen!*
Wir ließens uns nicht zwei Mal sagen, zu sehr schon mussten wir uns plagen
Mit Zeug, mit dem man sich bekriegte, bis Cäsar kam und sah und siegte.
Supellex aber blieb mir treu, verhöhnt mich alle Tage neu,
Denn schlürf ich meine Suppe ex, dann denk ich nur an supellex.
Na warte, blödes Hausgerät! Ich hole schnell mal meine Flex.

* Der Lehrer behielt insofern Recht, als supellex nie in einem Text vorkam. Ich aber werde es nie wieder los.

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Eingeordnet unter . Mnemotechnik, Dies und das, Gereimtes und Gefressenes

Einfach mal den Schnabel halten!

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Rotschnabeltoko-red-billed hornbillTockus erythrorhynchus

Einem Grünschnabel fällt das bekanntlich nicht leicht, aber der Rotschnabeltoko hat damit offensichtlich kein Problem. Er kann aber auch anders: http://ibc.lynxeds.com/sound/red-billed-hornbill-tockus-erythrorhynchus/bird-singing-displaying

Foto: (c) anglogermantranslations

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Ich fass es nicht

Kleine Kinder dürfen das. Ausländer auch. Doch warum dürfen muttersprachliche Zeitgenossen ungehindert in den vormals besseren Medien ihr Unvermögen spazieren führen?

Ein Video im Online-“stern”: In London halfen Passanten einem Radfahrer, der unter einen Doppeldeckerbus geraten war. O-Ton: “Sie hebten den Bus an.” Na toll – hoffentlich hat sich dabei keiner einen Bruch gehebt. Gleich mal im Netz nach mehr Beispielen gesucht und gefindet. So erkundigt sich doch tatsächlich jemand auf gutefrage.net: “Sagt man hebte oder hob?” Dem Fragesteller konnte gehelft werden.

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